Mitten im Winter blüht die Christrose, auch Schneerose genannt. Bei optimaler Kultivierung zeigt die Christrose ihre großen weißen Blüten pünktlich zu Weihnachten. In der freien Natur reicht die Hauptblütezeit etwa von Februar bis April.

Gefährdete Heilpflanze

Die mehrjährige Pflanze, die mit lateinischem Namen Helleborus niger heißt, zählt zur botanischen Familie der Hahnenfußgewächse und ist nicht näher mit den Rosen verwandt. Die seltene Christrose gedeiht vor allem in den gebirgigen Regionen der Ost- und Südalpen, der Karparten und Apenninen. Sie wird bis zu 30 Zentimeter groß, kann erstaunliche 25 Jahre alt werden und ist ein hervorragender Winterschmuck für den Garten. Kleine Kinder sollten die Christrose allerdings nicht in den Mund nehmen, da sie giftig ist.

Früher hat man die Pflanze als Abführmittel und als Grundstoff für Schnupftabak verwendet. Aufgrund dieser Heilpflanzen-Eigenschaften wurde sie bereits im 16. Jahrhundert in mitteleuropäischen Gartenanlagen kultiviert. Heute gilt die Christrose in Deutschland als gefährdete Art – auch deshalb, weil zu viele Sammler die beliebte Pflanze ausgraben und mitnehmen.

Christrose