Père Noël heißt der Weihnachtsmann in unserem Nachbarland Frankreich sowie in anderen französischsprachigen Gegenden wie der Westschweiz. Er trägt – ebenso wie in Deutschland und im englischen Sprachraum – ein langes rotes Gewand und eine Zipfelmütze auf dem Kopf. Die Geschenke für die Kinder bringt er in einem Korb auf dem Rücken.

An den deutschen Nikolaus erinnert der Brauch, dass die französischen Kinder abends ihre Schuhe vor die Tür stellen, zusammen mit kleinen Gaben für den „Gui“, den Esel des Weihnachtsmannes. Wenn Gui dann nachts seine Möhren geknabbert hat, füllt Père Noël die Schuhe mit Spielzeug oder anderen kleinen Geschenken…

Eine ähnliche Figur findet sich seit dem 19. Jahrhundert in französisch beeinflussten Teilen Südamerikas. Hier heißt der Weihnachtsmann „Papá Noel“ oder „Papai Noel“. Nicht zu verwechseln ist der freundliche Weihnachtsmann mit „Père Fouettard“, einem eher finsteren Gesellen, der im Elsass beheimatet ist und in etwa dem deutschen Knecht Ruprecht entspricht.

Das französische Weihnachtsfest

In Frankreich ist der 24. Dezember oft ein voller Arbeitstag. Der anschließende Heilige Abend ist dann vor allem ein Fest des kulinarischen Genusses mit mehreren Gängen, die sich über Stunden hinziehen können. Ein traditionelles Weihnachtsessen ist Truthahn mit Maronen. Nach dem „Réveillon“ genannten Mahl besucht man im katholischen Frankreich die Mitternachtsmesse, anschließend gibt es oft noch ein Feuerwerk.

Die Geschenke liegen in der Regel erst am 25. Dezember unter dem Weihnachtsbaum. Père Noël kommt in seiner Gabenmission – wie in England und den USA üblich – manchmal sogar durch den Kamin.

Père Noël