Gold war (neben den Räuchermitteln Myrrhe und Weihrauch) eine der drei Gaben der Heiligen Drei Könige für den neu geborenen Heiland, Jesus Christus. Das wertvolle Metall lässt sich als Symbol für den künftigen König der Juden interpretieren. Nur einem wirklichen König wäre dieses Geschenk angemessen gewesen.

Bereits vor Tausenden von Jahren, weit vor dem Beginn der klassischen Antike, nutzten Menschen Gold vor allem für rituelle Zwecke und maßen ihm einen hohen Wert zu. Die ältesten aus Gold hergestellten Gegenstände fanden Archäologen nicht im Nahen Osten, sondern in einem Gräberfeld in Bulgarien: Die rund 3000 gefundenen Objekte sind weit über 6000 Jahre alt.

Über das Edelmetall:

Das chemische Element Gold hat das Symbol Au und im Periodensystem die Ordnungszahl 79. Zu seinen positiven Eigenschaften gehört, dass es sich leicht bearbeiten und mit anderen Metallen legieren lässt und dass es nicht korridiert. Außerdem macht es seine gelbe Farbe seit der sogenannten Kupferzeit für die Schmuckherstellung besonders attraktiv.

Heute kommt fast die Hälfte des geföderten Goldes aus den vier Bergbaunationen USA, Südafrika, Russland und Australien. Die größte Lagerstädte der Welt ist das „Witwatersrand“ in Südafrika. Auch manche deutsche Flüsse (vor allem der Rhein) führen in kleinen Mengen Goldpartikel mit sich, die im Hochgebirge ausgewaschen wurden.

Dass Gold so außerordentlich selten ist, liegt an seiner abenteuerlichen Herkunft: Als schweres Element muss es während einer Supernova, also dem Aus- und Zusammenbruch eines supermassereichen Sterns, entstanden sein. Im Laufe astronomischer Zeiträume hat ein kleiner Teil seinen Weg auf den Planeten gefunden, den wir Erde nennen, wo das meiste Gold vermutlich in den Erdkern versunken ist, während nur ein winziger Bruchteil auf der Erdkruste verblieb. Wahrhaftig eines Heilands würdig.

Gold