Ein Höhepunkt jedes Krippenspiels ist Christi Geburt. In dieser Szene stehen, so will es die kirchliche Überlieferung, üblicherweise ein Ochse und ein Esel an der Krippe und beten den Heiland an. Diese Konstellation stammt jedoch nicht aus den offiziellen biblischen Quellen des Lukasevangliums, sondern aus den nicht anerkannten Apokryphen-Texten. Hier steht auch geschrieben, dass Maria das Jesuskind in eine Ochsenkrippe bettete.

Zudem gibt das Alte Testament einen theologisch bedeutsamen Hinweis auf die beiden Stalltiere: „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe des Herrn“ (Jesaja 1,3). Darüber hinaus galt der Ochse im Alten Testament als Opfertier. Da sich Jesus gleichsam selbst „opfert“ und den Kreuztod stirbt, könnte hier eine symbolhaft gedachte Parallelität bestehen.

Biologie

Biologisch betrachtet ist ein Ochse ein männliches Rind, das kastriert wurde. Wahrscheinlich ist dieses Verfahren seit über 5000 Jahren üblich, um die kräftigen männlichen Rinder zu zähmen und als Zugtier in der Landwirtschaft einsetzen zu können.

Ochse