Weihnachtsgeschenke

Besonders die Kinder warten an Heiligabend sehnsüchtig auf ihre Weihnachtsgeschenke. Aber auch bei den Erwachsenen ist am 24. Dezember (in manchen katholischen Gegenden, in England und den USA stattdessen am Morgen des 25. Dezembers) Bescherung unter dem Weihnachtsbaum. Schon viele Wochen vorher gilt es, die passenden Weihnachtsgeschenke aussuchen, damit es im wahrsten Wortsinne “eine schöne Bescherung” wird. In früheren Zeiten bekamen die Kinder ausschließlich am Nikolaustag – und nicht zu Weihnachten Geschenke. Erst nach der Reformation gewann Weihnachten als Geschenktermin stark an Bedeutung. Der Grund für diese Verschiebung war, dass die evangelische Kirche grundsätzlich keine Heiligen wie St. Nikolaus verehrt und daher Weihnachten als geeigneteren Geschenkanlass ansah.

Historische Ursprünge

Inspiriert wurde der Geschenkebrauch durch die Heiligen drei Könige: Kaspar, Melchior und Balthasar übergaben dem “Jesuskind” in der Krippe ihre drei kostbaren Gaben – Weihrauch, Gold und Myrrhe. Alle diese Mitbringsel (nicht nur das Gold) waren seinerzeit sehr wertvoll und eines Heilands würdig. Ein zweiter Ursprung für das heutige Brauchtum ist vermutlich – wie so häufig – im alten Rom zu suchen. Dort wurde vor zwei Jahrtausenden am 25. Dezember der Gott Saturn gefeiert. Aus Anlass dieses freudigen Ereignisses bekamen die römischen Kinder Wachslichter und Tonpuppen geschenkt. Mit der Christianisierung Roms wurde aus dem Saturnfest der erste Weihnachtsfeiertag – aber das Schenken blieb erhalten.

Schenken heute

Das gegenseitige Beschenken zu Weihnachten war in wohlhabenden, bürgerlichen Kreisen zur Mitte des 19. Jahrhunderts weit verbreitet. In der ganzen Bevölkerung verwurzelt ist diese Sitte aber wohl erst seit den 1920er-Jahren. Heutzutage verwenden die Menschen viel Zeit, Liebe und Ehrgeiz darauf, geeignete Weihnachtsgeschenke auszusuchen und zu beschaffen. Originelle, personalisierte Geschenke stehen besonders hoch im Kurs. Weihnachtsgeschenke selbst zu basteln ist dagegen leider ein wenig aus der Mode gekommen…

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